TabalugaRasa’s Blog

Mit ‘Kritik’ getaggte Artikel

Inglourious Basterds – „inglourious“ trifft’s ganz gut..

Geschrieben von tabalugarasa - September 7, 2009

inglourious engl, adj.: unrühmlich
Und „unrühmlich“ ist noch eine verdammt nette Beschreibung für diesen Film. Eigentlich bin ich da zunächst mal nur reingegangen, weil er von Quentin Tarantino ist :-D , aber scheinbar kann man selbst das noch nicht mal als eine Voraussetzung für einen guten Film betrachten.
Bis zur Mitte dachte ich noch „Hmm..ok.. eklig, aber noch ganz witzig“ und nach 2/3 des Films war davon nur noch „.. eklig“ übrig und es gesellten sich ein paar andere Adjektive (wie z.B. furchtbar, unnötig, dumm, widerwärtig, etc.) dazu.
Skeptisch war ich von Anfang über die merkwürdige Besetzung: Brad Pitt, Till Schweiger und dieser merkwürdige unlustige Kerl von Zack!-Comedy.. (Sehr mysteriös. Ich frag mich, wieviel der wohl bezahlt hat, um seine großen 10 Minuten in nem Kinofilm zu haben..)

Ja, die hier sterben auch alle!

Aber als dann nach und nach ALLE, wirklich ALLE halbwegs guten Leute abgeknallt wurden, wars mir endgültig zu blöd. Und der größte Arsch (abgesehen von Hitler) überlebt natürlich. Super. Und dann noch diese schmackhafte Schlussszene, während der ich in meinem Kinosessel versunken bin, die Augen zugekniffen und die Ohren zugehalten, in der man genau sah und hörte, wie Brad Pitt eben jenem Arsch ein Hakenkreuz in die Stirn ritzt.
Bei diesem Mist weint man den ganzen guten alten Filmen von Quentin Tarantino hinterher :-(

Im Vergleich zum Beispiel zu Pulp Fiction, der so unrealistisch ist, dass ein bisschen Blut keinen Mensch stört, ist es in diesemFilm einfach zu realitätsgetreu, wenn einem Nazi mit einemBaseballschläger der Kopf abgeschlagen wird..
Ein paar wenige Pluspunkte erhielt der Film dennoch von mir: einmal für die ausgesprochen gute und laute Filmmusik; und einmal für die tollen kurzen eingeblendeten Szenen und Schriftzüge, wenn etwas erklärt oder jemand vorgestellt wurde. :-D

Egal, diese beiden können die negativen Punkte des Films nicht im geringsten aufwiegen. Von daher kann ich diesen netten Film wirklich nicht weiterempfehlen, auch nicht/schon gar nicht an Tarantino Fans.

PS: Bei diesen Filmen ist es kein Wunder, dass Amys so ne schlechte Meinung über Deutsche haben..

PPS: Außerdem hat dieser Film meine Theorie bestätigt, dass vielleicht 20 deutsche Synchronsprecher gibt, die wirklich alles machen, von TKKG bis NCIS. (hat man daran gemerkt, dass ein Mann von ca. 65 Jahren die deutsche Stimme eines 25 jährigen hatte…tsts..)

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Schlechte Filme, schlecht synchronisiert, mit schlechten Schauspielern und/oder auf schlechten Sendern.

Geschrieben von tabalugarasa - April 14, 2009

Aschenputtel und ihr ach so hübscher *hust* Märchenprinz

Aschenputtel und ihr ach so hübscher *hust* Märchenprinz

Cinderella Story. Total unnötiger, langweiliger Kitsch, bei dem man nicht nur das Ende sofort weiß, sondern auch jeder Satz so vorraussehbar ist, dass man beim 1. Schauen den Film mitsprechen kann. Eine lustige Szene gabs immerhin:

-Ich hab immer so SMS gekriegt, wie “Ich brauch dich” oder “Komm sofort zu mir”.

-Wow, echt heiß!

-Das dacht ich zuerst auch, aber dann kam “Reparier meine Fritöse!”

Lost in Translation. Selten so einen langweiligen Film gesehen. Es geht hauptsächlich um eine Frau, die mitten in Tokio am einem Fenster eines Hochhauses sitzt und in die Nacht hinaus starrt. So aufregend, dass man fast einschläft.

Die Kellnerin/Das Zimmermädchen/(beliebig austauschbar) und der Millionär. Eigentlich alle dieser Sat1-Produktionen. Völliger Müll und noch nicht mal etwas, wenn sonst wirklich nichts anderes im Fernsehen läuft. Es läuft immer nach dem gleichen Schema ab, was man anhand des Titels ja schon feststellen kann. Da sind sie nämlich nicht wirklich kreativ.

(Fast) jeder zweite Teil eines Disney-Films. Ich verstehe wirklich nicht, warum man richtig gute Walr Disney Filme durch nen 2. Teil verlängern muss. Ab und zu tauchen ja sogar 3. oder 4. Teile auf, die nur immer schlechter werden und nicht mehr als Disney-Produktion gezählt werden können. (Hab gehört, es gibt inzwischen ganze 4 Teile von Pocahontas?! What the hell…?!) Die große Ausnahme ist „König der Löwen“, denn der 2. Teil ist fast so gut wie der erste.

Der goldene Kompass. Nagut, vielleicht muss man die Bücher gelesen haben, um den Film gut zu finden. Allerdings ist es für andere Leute ein relativ sinnfreier Film mit merkwürdiger Handlung, die nicht zusammen zu passen scheint.

Haus über Kopf / Und dann kam Polly Beides sind furchtbare Filme, die ich mir leider leider im Kino angesehen habe (für so was auch noch Geld auszugeben…). Mehr gibt’s dazu auch nicht zu sagen.

The Fast and the Fourious/ Too Fast and too Fourious/ [..] Tokio Drift/ [..] Teil 4 Ich glaube, es ist nicht nötig, überhaupt einen dieser Filme gesehen zu haben, um sie schlecht zu finden. Autos, Frauen, Rennen und Autos. Damit kann man wohl alle Filme mit ein paar Worten zusammenfassen. Herrlich!

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Der Vorleser – Filmkritik

Geschrieben von tabalugarasa - März 31, 2009

Als ich mit diesem Blog angefangen habe, habe ich mir eigentlich vorgenommen hauptsächlich richtige Artikel zu veröffentlichen.  Und heute fang ich auch mal damit an: Hier ist eine Filmkritik von mir zu dem kürzlich erschienen Film “Der Vorleser”. Wenn ihr überlegt,  euch den Film anzusehen, ist sie vielleicht ganz hilfreich. :-)

Als der 15 Jährige Michael 1938 eine Affäre mit der 17 Jahre älteren Hannah beginnt, ahnt er nicht, dass dieser Sommer ihn für den Rest seines Lebens prägen wird.

Hannah ist erfahren, stark und dominant, und lehrt Michael, mit Körper und Seele zu lieben.

Zu ihrem Liebesritual gehört, dass er ihr aus Romanen vorliest, bevor sie miteinander schlafen.

Michaels Frauenerfahrung macht ihn selbstbewusst, was auch von seinen gleichaltrigen Mitschülerinnen nicht unbemerkt bleibt, doch er weist sie immer wieder ab.

Von einem Tag auf den anderen ist Hannah plötzlich verschwunden. Micha macht sich große Vorwürfe und fühlt sich verantwortlich für ihr Verschwinden.

Erst im Gerichtssaal 10 Jahre später trifft er sie wieder. Sie ist eine angeklagte KZ-Wärterin und er Jurastudent, der ihren Prozess im Rahmen eines Seminars besucht.

Alte Gefühle kommen hoch und vermischen sich mit dem Abscheu von den Taten, die ihr das Gericht vorwirft. Als einer der Hauptbeweise ihres Prozesses existiert ein Bericht der SS, den Hannah angeblich geschrieben haben soll, was sie jedoch abstreitet. Erst als nach einer Schriftprobe zum Vergleich verlangt wird, gesteht sie, den Bericht verfasst zu haben. Da wird Michael plötzlich klar, was Hannah ihr ganzes Leben lang vor dem Rest der Welt geheim gehalten hatte: Sie ist Analphabetin.

Das diese Tatsache ihr Urteil vermindern könnte, ist Michael klar, doch er traut sich nicht, das Gericht davon in Kenntnis zu setzten. So wird Hannah letzten Endes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Wiederum über 10 Jahre später beginnt der Erwachsene Michael, Bücher auf Band zu sprechen und sie ihr ins Gefängnis zu schicken. Dort bringt sich Hannah selbst Lesen und Schreiben bei, doch Michael antwortet nicht auf ihre Briefe, sondern bespricht immer mehr Kassetten mit Romanen.

Eines Tages erhält er einen Anruf, mit der Nachricht, dass Hannah bald entlassen werden würde.

Da er ihr einziger Kontakt ist, wird er gebeten ihr zu helfen, sich in die Gesellschaft wieder einzugliedern. Er lässt sich dazu herab, seine Jugendliebe, die inzwischen eine alte Frau ist, im Gefängnis zu besuchen, kurz bevor sie in Freiheit kommen soll.

Doch einen Tag vor ihrer Entlassung , erhängt sie sich in ihrer Zelle.

In ihrem Testament bittet sie Michael, ihre restlichen Ersparnisse einer Frau zu geben, die eine Buch über ihre Zeit im KZ, indem Hannah Wärterin war, geschrieben hat. Michael besucht diese Frau in den USA und sie einigen sich darauf, das Geld an eine jüdische Einrichtung zur Alphabetisierung zu spenden.

Die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Bernhard Schlink wurde mit viel Spannung und Skepsis erwartet. Ein Buch zu verfilmen, in dem die Gefühle und Gedanken des Ich-Erzählers im Vordergrund stehen, stellt eindeutig einige Schwierigkeiten dar.

Der Film ist so aufgebaut, als würde sich der Erwachsene Michael (Ralph Fieness) an seine Jugend erinnern. So sieht man abwechselnd sequenzartige Szenen aus seinem jetzigen Leben und seiner Vergangenheit. Diese Übergänge sind manchmal sehr schroff und machen große Zeitsprünge, was für den Zuschauer oft zu schnell geht und verwirrend ist.

Die großen Erwartungen, die Liebhaber des Buches an den Film gestellt haben, werden kaum erfüllt. Schlüsselszenen des Buches, in denen beispielsweise Hannahs Analphabetismus deutlich wird, fehlen gänzlich. So sind auch manche Zusammenhänge für Laien, die nicht mit dem Buch vertraut sind, vollkommen unverständlich.

Kate Winslet, die zwar gute schauspielerische Leistungen bringt, wirkt nicht wie die dominante und herrische Hannah, wie sie im Buch beschrieben wird. Die Hannah im Film ist zu freundlich, zu nett und zu naiv. Ihre Suizidszene ist nicht dramatisch sondern nüchtern und merkwürdig, da man den Strick nicht sieht und man meinen könnte, sie wolle nur vom Tisch springen.

Der junge Michael, gespielt von David Kross, wirkt in meinen Augen hingegen sehr authentisch.

Ein massiver Störfaktor des Filmes ist jedoch die Tatsache, dass alle im Film vorkommenden Bücher auf Englisch geschrieben sind, obwohl der Film doch in Deutschland spielt.

Die Schuldfrage, ob und wer an den Vergehen, an denen Hannah beteiligt war, nun die Schuld trägt, wird im Film kaum mehr erläutert. Desweiteren wird nicht deutlich gemacht, dass Michael nach so langer Zeit immer noch etwas für Hannah empfindet und seit ihrer Affäre ein gestörter Verhältnis zu Frauen hat.

Im Großen und Ganzen ist der Film trotz einiger Enttäuschungen zumindest den Leuten zu empfehlen, die das Buch von Bernhard Schlink gelesen haben.

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