Gestern war ich in der Schule. (ja, an einem Samstag und nein, ich musste nicht nachsitzen.) Wir hatten nämlich Unterricht, zumindest mehr oder weniger.. Für mein neues Lieblingsfach “Von Filmgeschichte bis hin zum eigenen Film” drehten wir unseren ersten eigenen Amateurfilm. Und zwar ohne Schnitt, ohne Bearbeitung am Computer, ohne alles.
Und wir hatten uns den mit Abstand coolsten Film ausgesucht, den man überhaupt nur schweden (=nachspielen) kann: Kill Bill!!
Das bedeutete viel Ketchup, niveauvolle Konversationen, Augenklappen, Samuraischwerter, Tina in einem Fetisch-Kill-Bill-Overall und blutverschmierte, fliegende Perücken!
Es war klasse. Vor allem, weil unsere Kamera nach einer halben Stunde den Geist aufgab und wir mit der neuen nicht klarkamen. Juhu. Aber auch s
onst hatten wir ziemlich viel Spaß. Um die Mittagszeit hatten wir ca. die Hälfte im Kasten und dann bestellten wir mit den anderen Film-Gruppen jede Menge Pizza, die nicht aufgegessen wurde.
Danach verbrachten wir noch ziemlich viel Zeit damit, unser Kunstblut (d.h. Ketchup & rote Fingerfarbe) von der Treppe in der Eingangshalle zu wischen (ich würd echt gern dabei sein, wenn die kleinen Fünfer morgen die roten Spritzer entdecken und sich zusammenfantasieren, was da wohl passiert ist
)
Das Ende unseres Films war dann die reinste Katastrophe: Kiddo und Bill konnten ihren Text nicht, weswegen wir immer wieder mitten im Satz Pause machen mussten, und schließlich starb Bill ganz unspektakulär.
Im Nachhinein hätte ich ganz gern am Anfang ein Schil hochhalten lassen auf dem “inklusive Deleted Scenes” steht. Denn die sind dabei. Und zwar nicht im Abspann versteckt, sondern einfach mittendrin. (z.B. meinte Laura, als sie “Kiddo” einen bösen Blick zu werfen sollte, sie müssten es mit einem “Miiiiie!”-Geräusch unterlegen
und unser Lachen ist natürlich auch noch dabei)
Aber egal, ich fands trotzdem fantatastisch
.