TabalugaRasa’s Blog

Archiv für die Kategorie ‘Schule’

Nationalsozialismus – “Was geht uns das an?”

Geschrieben von tabalugarasa - September 29, 2010

Nationalsozialismus, das Dritte Reich, Hitler, der zweite Weltkrieg – eine Epoche, die man niemals vergessen sollte. Eine furchtbare Zeit, aus der wir heute viel für die Zukunft lernen können.

Meine Großeltern erzählen mir gerne ihre Geschichten von damals; wie sie evakuiert wurden, wie sie als FlAK-Helfer unterwegs waren, wie ihre Familien auseinander gerissen wurden, wie sie Deserteure bei sich versteckten und wie mein Urgroßvater bis nach Berlin vor das Gericht zog, weil er die Gültigkeit der Kommunalwahlen (99,5% für NSDAP) infrage stellte. Und diese persönlichen Erzählungen sind besser als jede Geschichtsstunde, in der wir nur aus Büchern lernen. Die Zahlen auf Papier machen schließlich noch lange nicht begreiflich, was wirklich mit den Menschen passiert ist. Zeitzeugen, die von ihren Schicksalen erzählen, sind das wichtigste und einprägsamste Mittel zum Verständnis. Auch wenn ich nicht mehr genau weiß, was unser Geschichtsbuch alles an Informationen über die Konzentrationslager hergibt, erinnere ich mich noch genau an Menachem Callus, der letztes Jahr an unserer Schule von seinem Leben im KZ erzählte. Kein Buch kann diese Menschen ersetzen, keine Tabelle mit Todesopfern kann das Gefühl vermitteln, was es heißt, wenn so viele Menschen sterben.

Wir als Deutsche tragen eine besondere Verantwortung mit dieser Geschichte unseres Landes; wir müssen vor allem daraus lernen und dafür sorgen, dass künftige Generationen noch wissen, was zum Beispiel der Holocaust war. Nur wenn wir die Geschehnisse dieser Zeit im Hinterkopf behalten, können wir künftige, vergleichbare Bewegungen verhindern.

Doch obwohl ich weiß, wie wichtig es ist, über die Epoche des Nationalsozialismus Bescheid zu wissen und dieses Wissen auch weiterzuvermitteln, habe ich das Gefühl, dass der heutige Umgang damit viel eher zur Distanzierung führen kann.

Denn in der Schule haben wir das Thema längst totgeredet. Zumindest kommt es mir so vor. In bis zu fünf Fächern gleichzeitig (Geschichte, Deutsch, Religion, Musik, Bildende Kunst) haben wir die wohl bedeutendste, schwierigste und meist diskutierteste Epoche Deutschlands auseinander genommen. Fächerübergreifender Unterricht, meines Erachtens eigentlich eine gute Sache, kann dann sehr langweilig werden, wenn zum wiederholten Male das Leben unter Hitler, die Totalität des Zweiten Weltkrieges und ihre Auswirkungen auf Kunst, Religion und Literatur diskutiert werden.

Denn es gab auch andere Ereignisse in Deutschland, die meiner Meinung nach vom Dritten Reich aus dem Lehrplan gedrängt werden: Die DDR, der Mauerfall, die RAF – all diese Themen und viele weitere wurden bisher im Vergleich dazu nur angeschnitten.

Aber waren sie nicht ebenso wichtig für die Entwicklung Deutschlands? Gebührt ihnen nicht auch eine ausreichend intensive Behandlung im Geschichtsunterricht? Stattdessen fokussiert man wieder und wieder dasselbe. Kafkas „Proceß“? Eine hellsichtige Vision des Nazi-Deutschlands. Kontrafraktur im Musik? Stimmt, das war ja eine Methode des Widerstandes gegen Hitler. „La Resistance“ im Französischunterricht? Ebenfalls Rebellion gegen die Besetzung Frankreichs durch die Deutschen.
Noch vor 40 Jahren zu Schulzeiten meiner Eltern wurde diese Epoche nur minimal und unzureichend behandelt. Diese Generation, die jetzt unsere Lehrer und Bildungsminister stellt, scheint dies kompensieren zu wollen, indem sie uns tagtäglich damit konfrontiert.

Natürlich gibt es auch Jugendliche, die nichts vom Dritten Reich und seinen Auswirkungen wissen. Die noch nie was vom Holocaust gehört haben, Hitler nur als Witzfigur mit komischem Bart aus Comedy-Sendern kennen und glauben, der Zweite Weltkrieg wurde in Vietnam geführt.

Dieses Unwissen ist schrecklich und im Vergleich dazu ist unsere „Überreizung“ dieses Themas wohl eindeutig das geringer Übel. Immerhin lernen wir, damit umzugehen und uns so eigene Meinungen über heutige Geschehnisse zu bilden. Die Bildungspolitik sollte darauf hinauslaufen, dass sich alle Schüler mit der Epoche des Zweiten Weltkrieges und des Nazi-Deutschlands so beschäftigen, dass sie genau darüber Bescheid wissen, aber nicht so häufig damit konfrontiert werden, als dass es sie irgendwann langweilt und sie sich ganz davon distanzieren.

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Kill Bill Volume 3 einhalb.3

Geschrieben von tabalugarasa - November 26, 2009

Da ich hier ja über jeden unserer Schritte geschrieben habe, die wir unternahmen um “Kill Bill” zu schweden, halte ich es für meine Pflicht, euch auch das hier mitzuteilen:

WIR HABEN EINE 13 DAFÜR BEKOMMEN

UND

SIND DAMIT DER

BESTBENOTESTE FILM DES KURSES!

Yiey, wirklich ein Grund zum Feiern. :-D Allerdings wird es jetzt erst recht Zeit, dass die Anderen unseren Film sehen. Sonst glauben die noch, wir hätten diese 1 für die unbearbeitete Rohfassung mit schlechtem Ton bekommen. ;-)

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Immer noch hier, immer noch laut, immer noch der Bildung beraubt!

Geschrieben von tabalugarasa - November 23, 2009

Heute war Pressekonferenz. Und zwar vom SBKS (=Schülerbündnis Kreis Saarlouis), wo ich mich seit neustem engagiere jetzt schon ein paar Mal dabei war.

Das Bündnis hat sich aus dem Bildungsstreik im Juni gebildet und besteht aus SchülerInnen verschiedener Saarlouiser Schulen.

Der Regierungs“wechsel“ im Saarland hält ein paar Veränderungen des Bildungssystems bereit, die immerhin auf Besserung hoffen lassen. Laut dem Koalitionsvertrag soll man zukünftig zwischen G8 und G9 wählen können; die Studiengebühren fürs Erstsemester werden abgeschafft und auch was Lehrämter und die Größe der Klassen angeht, soll alles besser werden.

Das Bündnis beschloss deshalb, der „neuen“ Regierung ein wenig Zeit zu lassen, um die Versprechen einzuhalten bevor wieder alle Schüler auf die Straßen gehen. Während dieser „Gnadenfrist“ bleibt das SBKS jedoch nicht untätig: mit Aktionen auf dem Saarlouiser Weihnachtsmarkt wollen wir die Politiker an ihre Vorhaben erinnern.

Bisher wurden in vielen Schulen bereits Flyer verteilt und um Unterschrift auf Transparenten gebeten, die das Bündnis bald dem Landtag in Saarbrücken vorlegen möchte.

Im sogenannten “heißen Herbst”  (ja, schon klar,aber diese Assoziation mit der RAF war NICHT beabsichtigt!) finden in ganz Deutschland Aktionen zum Thema Bildungspolitik statt. Aber nicht nur Schüler, sondern vor allem Studenten gehen auf die Straße (bzw. besetzen Hörsäle) um auf die Missstände Aufmerksam zu machen, die in dem Video unter diesem Artikel schon “leicht” durchklingen. ;-)

Die Aktionen des SBKS werden sowohl auf der Website http://www.schuelerbuendnis-saarlouis.de als auch in den Gruppen bei wkw und Facebook angekündigt.

Jeder Schülerund jede Schülerin jeglichen Alters, aller Klassenstufen und aller Schulen ist herzlich dazu eingeladen, an den Aktionen und Treffen teilzunehmen!

 

PS: Um noch einmal auf die Pressekonferenz zurückzukommen: Wer morgen die Saarbrücker Zeitung durchsieht, dürfte eventuell einen Artikel über das SBKS entdecken ;-)

 

 

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Kill Bill Volume 3 einhalb.2

Geschrieben von tabalugarasa - Oktober 13, 2009

Yiey, ich habs geschafft! Ich bin fertig! Hat zwar lange gedauert und war echt nicht leicht, aber ES HAT SICH GELOHNT! Unser erster Film ist im Kasten. Beziehungsweise auf CD. :-D

Hab das ganze Wochenende daran rumgeschnippelt und mit Musik unterlegt und alles, aber jetzt kann es sich fast sehen lassen. Ich konnte zwar trotz schneiden nicht die genialen Leistungen unserer Schauspieler kaschieren ;-) aber wie gesagt, es ist gar nicht so übel geworden. Wenn ich mal Zeit hab und wenn die andern es zulassen, lad ich das Video bei youtube hoch und dann auch hier. Ansonsten sind hier schon mal ein paar Bilder des Drehs:

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Kill Bill Volume 3 einhalb

Geschrieben von tabalugarasa - September 20, 2009

Gestern war ich in der Schule. (ja, an einem Samstag und nein, ich musste nicht nachsitzen.) Wir hatten nämlich Unterricht, zumindest mehr oder weniger.. Für mein neues Lieblingsfach “Von Filmgeschichte bis hin zum eigenen Film” drehten wir unseren ersten eigenen Amateurfilm. Und zwar ohne Schnitt, ohne Bearbeitung am Computer, ohne alles.

Und wir hatten uns den mit Abstand coolsten Film ausgesucht, den man überhaupt nur schweden (=nachspielen) kann: Kill Bill!! :-D Das bedeutete viel Ketchup, niveauvolle Konversationen, Augenklappen, Samuraischwerter, Tina in einem Fetisch-Kill-Bill-Overall und blutverschmierte, fliegende Perücken! ;-) Es war klasse. Vor allem, weil unsere Kamera nach einer halben Stunde den Geist aufgab und wir mit der neuen nicht klarkamen. Juhu. Aber auch sonst hatten wir ziemlich viel Spaß. Um die Mittagszeit hatten wir ca. die Hälfte im Kasten und dann bestellten wir mit den anderen Film-Gruppen jede Menge Pizza, die nicht aufgegessen wurde. :-D Danach verbrachten wir noch ziemlich viel Zeit damit, unser Kunstblut  (d.h. Ketchup & rote Fingerfarbe) von der Treppe in der Eingangshalle zu wischen (ich würd echt gern dabei sein, wenn die kleinen Fünfer morgen die roten Spritzer entdecken und sich zusammenfantasieren, was da wohl passiert ist ;-) )

Das Ende unseres Films war dann die reinste Katastrophe: Kiddo und Bill konnten ihren Text nicht, weswegen wir immer wieder mitten im Satz Pause machen mussten, und schließlich starb Bill ganz unspektakulär.

Im Nachhinein hätte ich ganz gern am Anfang ein Schil  hochhalten lassen auf dem “inklusive Deleted Scenes” steht. Denn die sind dabei. Und zwar nicht im Abspann versteckt, sondern einfach mittendrin. (z.B. meinte Laura, als sie “Kiddo” einen bösen Blick zu werfen sollte, sie müssten es mit einem “Miiiiie!”-Geräusch unterlegen :-D und unser Lachen ist natürlich auch noch dabei)
Aber egal, ich fands trotzdem fantatastisch ;-) .

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Neues Jahr, neues Glück..

Geschrieben von tabalugarasa - August 26, 2009

Am Montag ging leider die Schule wieder los, und mit ihr meine letzten zwei Jahre am SGS. Das bedeutet: andere Lehrer, andere Kurse, keine Klasse mehr :-(   und alles läuft unweigerlich aufs Abi zu. Wenn ich bedenke, dass jetzt nur noch eineinhalb Jahre bis dahin sind, bekomme ich schon fast ein bisschen Angst. Eigentlich war ich bis jetzt ganz zuversichtlich, aber nachdem ich weiß, dass meine beiden E-Kurse jeweils aus 22 (!!!) Leuten bestehen, die alle scheinbar 100 mal so gut sind wie ich, kriege ich doch irgendwie Schiss. Wobei immerhin mein Tutor-Kurs relativ cool ist und wir schon wissen, dass wir nach München (jaah, wahnsinnig weit weg! aber immer noch besser als Berlin oder so..) fahren. Außerdem hat unser Reli Lehrer schon durchblicken lassen, dass er gern mit uns nach ROM fahren würde!!! :-D Das wäre echt der Hammer =)
Jetzt gilts nur noch, den Schulstoff einigermaßen auf die Reihe zu bekommen und unter anderem mich davon abzuhalten, in die Bücher, die wir von der neuen Schulbuchausleihe bekommen haben, reinzukritzeln. :-D

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Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!

Geschrieben von tabalugarasa - Juni 28, 2009

Eigentlich wäre dieser Artikel schon vor einer Woche fällig gewesen, aber ich war einfach zu unmotiviert.

Letzten Mittwoch stand nämlich “Streik!” auf dem Stundenplan. In der 5. und 6. Stunde konnten alle Schüler der 9. Klasse (und aufwärts) mit auf den großen Markt ziehen und für ein besseres Bildungssystem demonstrieren. Natürlich mischten sich auch jüngere Schüler unter die Menge, aber da kümmerte sich niemand drum. Unsere Klasse, motiviert wie wir sind, machte sogar noch 3 Plakate, und gehörten damit zu den einzigen 4 der ganzen Schule, was im Vergleich zu den anderen Gymnasien ziemlich armselig war. Mit dem Schlachtruf  “Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!” zogen wir gemeinsam zum Kleinen Markt, wo schon das halbe RSG auf uns wartete. Dieses war zwar mit einem riesigen Transparent, aber auch mit solch genialen Schildern wie “Busen” und “Wir wollen Hype Hype als Klingelton” ausgestattet (Wow, diese Leute haben den Sinn der Demo wirklich verstanden!).  Als dann noch das MPG mit nem Auto mit Lautsprechern und Mikrophon kam, gings langsam los Richtung Großer Markt bis zum Brunnen. Dort hielten die Schulsprecher, und alle Leute, die meinten, sie müssten was beisteuern, eine kurze Rede, in der sie unser Schulsystem verfluchten. Applaus und Jubel auf Seiten von uns bezeugte unsere Zustimmung. Es wurde noch ein bisschen Stimmung mit Laola-Wellen gemacht, in voller Montur in den Brunnen gehüpft und  dann zerstreuten sich alle in verschiedene Richtung.

Was bei uns letzten Mittwoch geschah, konnte man in der vergangenden Woche in Städten  ganz Deutschlands sehen. Schüler und Studenten wehrten sich gegen G8, zu große Klassen, die neue GOS, Studiengebühren. “Bildung darf kein Luxus sein!” und ein deutschlandweit gleiches Abitur wurde gefordert.  Die Politiker sollen endlich einsehen, dass wir nicht alles kommentarlos unterschlucken, was sie uns aus ihren bürokratischen Ministerien servieren, sondern durchaus das Recht haben mitzureden, wenn es um unsere Bildung und unsere Zukunft geht!

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In jede Schultasche gehört ein Laptop!

Geschrieben von tabalugarasa - Mai 15, 2009

Computer bestimmen unser ganzes Leben. Wir machen Online-Einkäufe mit ihnen, sprechen mit Freunden über Chatrooms und schauen uns Filme im Internet an. Fast jeder unserer Lebensbereiche kann auch über PCs gesteuert werden. Nur im schulischen Bereich verwendet man kaum Computer, sondern arbeitet mit Büchern und schreibt per Hand.

Die Website Spiegelonline.de veröffentlichte am 05.08.2007 einen Artikel, laut dem die „Schulen den Laptops abschwören“. Doch was genau wären die Vor- bzw. Nachteile von Notebooks in der Schule? Würde ein Laptop in jeder Schultasche das Lernen erleichtern oder die Schüler nur ablenken? Diese Frage werde ich im Folgendem erörtern.

PC-Kenntnisse sind in unserer Gesellschaft vorausgesetzt und wer diese bei einem Vorstellungsgespräch nicht mitbringt, hat häufig schlechtere Aussichten eingestellt zu werden, als jemand mit Software-Erfahrung. Daher wäre es sinnvoll, den zukünftigen Arbeitnehmern unseres Landes schon von klein auf den Einstieg in die Berufswelt zu erleichtern, indem sie tagtäglich den Umgang mit Computern, Softwares und Internet lernen und Erfahrungen sammeln. So bringt man Generationen von Schulabgängern zustande, die HTML-, Fotoshop-, Word- und Exel-Kenntnisse besitzen und die Bürokratie unseres Landes auf den neuesten Stand der Technik bringen könnten.

Wenn man schon in der fünften Klasse lernt, Websites zu erstellen und Programme zu installieren, dürfte man nach dem Abitur keine Probleme haben, sich in einer Firma um den Posten eines Marketing-Chefs zu bewerben.

Doch eigentlich sollten in der Schule auch noch andere Fächer unterrichtet werden, wie zum Beispiel Mathematik, Chemie oder Englisch. Und in diesen Fächern würde durch Laptops in der Schule die Konzentration der Schüler um Einiges nachlassen.

Die Vielzahl der Programm verleiten dazu, sich ablenken zu lassen. Eine Umfrage einer amerikanischen High-School ergab, dass nur jeder fünfte Schüler sein Laptop zum Lernen nutzte, seit sie vor über 5 Jahren in der Schule eingeführt wurden.

Man setzt sich an den Computer um ein Referat zu schreiben, sieht dabei zufällig das elektronische Lesezeichen für YouTube.com und schaut sich lieber das Musikvideo an, das man schon so lange sehen möchte. Die Konzentration ist dahin. Nicht zuletzt kann das stundenlange Starren auf den Bildschirm starke Kopf- und Augenschmerzen verursachen. Wer beispielsweise in den ersten beiden Schulstunden etwas recherchiert oder abtippt und davon Kopfschmerzen bekommt, hat kaum Chancen sich auf eine Klassenarbeit in der dritten Stunde zu konzentrieren.

Auf der anderen Seite wären Laptops erheblich billiger als Schulbücher. Bei Discountern wie beispielsweise der Ladenkette „Aldi“, sind Notebooks oft schon für unter 300 Euro zu kaufen. Für Schulbücher bezahlt man im Durchschnitt 150 Euro pro Schuljahr. Wenn man von 8 Jahren gymnasialer Laufbahn ausgeht, bezahlt man ca. 1200 Euro nur für Schulbücher, die man teilweise noch nicht einmal benutzt. Für dieses Geld könnte man sich mindestens 4 Laptops kaufen.

Allerdings ist fraglich, ob Laptops wirklich alle Schulbücher ersetzten können. Wahrscheinlicher ist vielmehr, dass man zusätzlich zu dem Notebook noch einige Bücher anschaffen müsste, und dass wiederum würde die momentanen Kosten nur noch steigern. Abgesehen davon, gibt es ja bereits in vielen Schulen eine Schulbuchausleihmöglichkeit, durch die viel Geld eingespart werden kann.

Desweiteren würden Laptops, so wie alle anderen Luxusartikel, in den Schulen einen Markenwahn auslösen. Familien mit weniger Geld können sich nicht die gleichen Computer wie andere mit größerem Einkommen leisten.

Bei Laptops fallen außerdem nicht nur sehr hohe Anschaffungs- und Stromkosten an, sondern man benötigt ja zu dem PC auch noch Zubehör, wie z.B. einen sehr guten Drucker. Zudem steigt die Gefahr, dass Schüler innerhalb und außerhalb der Schulen bestohlen werden.

Ein Vorzug des Laptops gegenüber den Heften wäre jedoch das wesentlich ordentlichere Gesamtbild des Textes. Die Schrift ist nicht nur in jedem Fall sauber und lesbar, auch die Rechtschreibfehler werden von dem Word-Programm sofort markiert. Auch neue Aspekte und spontane Gedanken lassen sich leicht in den Text einfügen, ohne dass man mit Sternchen, Fußnoten oder Tipp-Ex arbeiten muss. Dadurch wirkt das Getippte wesentlich ordentlicher als ein Text in einer schwer lesbaren Handschrift, die mehrfach mit Tintenkillern etc. korrigiert wurde. Außerdem wird der Lehrer nicht mehr solche Ausreden wie „Ich habe mein Blatt verloren und konnte deshalb meine Hausaufgaben nicht machen!“ zu hören bekommen, weil die Blätterwirtschaft der Schüler durch ein chronologisches Ordnersystem des Computer ersetzt wird.

Doch dann würden die geschickten Schüler auf passendere Ausreden zurückgreifen, wie z.B. „Mein PC hat alle Daten der letzten Woche gelöscht“. Viel wahrscheinlicher ist es jedoch, das ein Laptop vor jedem Schüler die Kommunikation zum Lehrer und untereinander komplett einschränken würde. Warum soll man sich auch mit anderen Leuten unterhalten, wenn man im Internet chatten kann? So geht der pädagogische Sinn der Schule mit der neuen Technik unter. Die Lernprogramme kann man schließlich auch zu Hause machen und der PC zeigt Fehler ja automatisch an, also warum in die Schule gehen, wenn man dort sowieso nichts als das Getippte von 28 Schülern an ihren Tastaturen hört? Viele würden die Schule komplett schwänzen, denn die Dokumente, die noch im Unterricht verfasst werden, kann man sich ja auch leicht von anderen schicken lassen. Voraussetzung für einen solchen Unterricht wäre

außerdem eine Schulreform, denn man müsste versuchen, Bücher zu digitalisieren, was extrem kostspielig wäre. Und dann wäre immer noch nicht gewährleistet, dass man nicht einen solchen Fehler macht wie die Matoaca High-School in Richmond, Virginia, die mehrere Millionen für ein solches Reformationsprogramm ausgab und jetzt den Teenagern die Laptops wieder abnimmt, weil es sich als Fehlinvestition erwies.

“Wenn es um kurzfristige Lernerfolge geht, sind Laptops das falsche Mittel. Aber wenn wir weiterhin Leute wie Steve Jobs und Bill Gates hervorbringen wollen, sind sie extrem nützlich.” Dies sagte Mark Warschauer, Pädagogik-Professor an der University of California in Irvine. Nach gründlichem Abwiegen der dargestellten Vor- und Nachteile des Laptops in der Schule, kann ich die am Anfang aufgeworfene Frage folgendermaßen beantworten: Ich denke, dass man die neuen technischen Fortschritte an den Schulen zwar nicht ignorieren sollte, jedoch können sie in keiner Weise Bücher aus ihrer Funktion verdrängen. Die Reformation der Schulen würde mehr Zeit und Geld kosten als Nutzen bringen. Ein Kompromiss wäre jedoch, die Schulen mit mehr Computerräumen auszustatten und unter anderem Fächer wie Informatik oder neue Medien stärker zu nutzen, um die Jugendlichen auf das Berufsleben besser vorzubereiten.

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Geschichtsunterricht mal anders

Geschrieben von tabalugarasa - Mai 15, 2009

Die Aula ist voll. Es ist mucksmäuschenstill. Alle schauen nach vorne, wo ein zwei Frauen und ein älterer Herr an einem Tisch sitzen. Der Mann heißt Menachem Kallus und ist gekommen, um den Schüler der 10er Klasse des SGS Saarlouis vom Holocaust zu berichten, den er selbst miterlebt hat.

Er spricht auf Englisch, doch die Frau neben ihm, seine Schwester, übersetzt immer wieder das Gesprochene ins Deutsche. Die Schüler sitzen wie gebannt auf ihren Stühlen und lauschen, beeindruckt und entsetzt über das, was Menachem Kallus so emotional schildert.

Als kleiner Junge lebte Menachem in den Niederlande und als der Krieg ausbrach, wussten er und seine Geschwister nicht viel darüber. Doch dann kamen die Nazis auch zu ihnen und nach und nach änderte sich das Leben für die jüdische Familie, bis sie schließlich ins KZ verschleppt wurden.

Menachem Kallus betont immer wieder, dass er in diesen Jahren der Gefangenschaft innerlich zum Mann wurde. Er hatte keine Zeit mehr, Kind zu sein. Er konnte es sich nicht leisten, sondern musste denken und handeln wie ein Erwachsener. Nachdem er zuerst von seinem Vater, dann von seinen Großeltern und letzenendes auch von seiner Mutter und seinen Geschwistern getrennt wurde, wschickte man ihn ins KZ Ravensburg , wo man ihn als 12 Jährigen genauso behandelte wie die erwachsenen Häftlinge. Im Gegensatz zu seinem Vater und seinen Großeltern hatte er Glück und überlebte den Krieg. Er und seine Geschwister kamen in Pflegefamilien unter und konnten wieder die Schule besuchen. Aber Menachem Kallus fühlt sich nicht wie seine Mitschüler und kann es mit ihnen nicht aushalten. Auch wenn sie das gleiche Alter haben, ist er innerlich viel älter als sie.

Sie haben nicht das Gleiche gesehen wie er, haben nicht das Gleiche gefühlt wie er, haben nicht gelitten wie er.
Über 60 Jahre lang redete Menachem Kallus kein Wort über seine Zeit in Gefangenschaft, auch nicht mit seiner Frau. Erst 2001 bricht er das Schweigen. Er verfasste das Buch “Als Junge im KZ Ravensbrück”, das zunächst nur auf Hebräisch erschien und dann auch ins Deutsche übersetzt wurde. Darin beschreibt er sein Leben, seine Erfahrungen, seine Erlebnisse in den Konzentrationslagern. Seit Juni 2008 besuchte er bereits viele Schulen, um vom Holocaust zu berichten.

Nach dem Erzählen ist er bereit, auf die Fragen der Schüler zu antworten. Sie wollen wissen, was mit dem Rest seiner Familie passiert ist, ob er noch sauer auf die Deutschen ist und noch viele andere Dinge, die sie interessieren. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass es außer trockenen Geschichtsbüchern viel Spannenderes gibt und das Geschichte lebendig und emotional sein kann. Zumindest spiegeln die Gesichter der Schüler das wider.

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Nochmal eine kleine Programmänderung

Geschrieben von tabalugarasa - Mai 15, 2009

Aaaaalso: Ich hab vor ein paar Tagen erfahren, dass ich doch mit in den Europapark fahren kann, da wir schon freitags wieder aus Málaga zurückkommen! Yieha!!

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