Ecplipse – SSDD und unfreiwillige Komödie
Geschrieben von tabalugarasa am Juli 24, 2010
Juhu! Der neue Teil der Twilight-Saga ist endlich in die Kinos gekommen. Und nachdem die ersten beide Teile uns ja schon mit Schmalz und Kuschelrock-Romantik überhäuft haben, dass es eigentlich die nächsten 10 Jahre reichen dürfte, setzt “Eclipse – Bis(s) zum Abendrot” noch eins drauf.
Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass der letzte Film schon ein Jahr her ist und ich deswegen die visuelle Aufmachung weitestgehend verdrängt hatte. Auf jeden Fall zeigt dieser Teil wohl die meisten Nahaufnahmen von Gesichtern, die jemals ein Kinobesucher sehen durfte. Immer und immer wieder die Gesichter von Edward, Bella und Co. Leider auch meistens derselbe Gesichtsausdruck; Edward wie immer leidend und halboffenen Augen und Bella ebenso besorgt und eingeschlafen.
Komischerweise hatte ich auch sämtliche Schauspieler hübscher und in ihrer Schauspielerei glaubwürdiger in Erinnerung. Leider wurde ich auch hier enttäuscht. Lediglich Jakob könnte mit seinem Körper punkten, was jedoch seine extrem schnulzigen Ansprachen über seine Gefühle Bella gegenüber wieder wettmachen.
Auch die Kampfszenen sind nicht so aufregend, wie man erwartet hätte. Das liegt vermutlich daran, dass die neue Schauspielerin der bösen Victoria eher wie ein verschrecktes Reh aussieht. Außerdem stelle ich mir seit gestern Abend die Frage, wie Stephenie Meyer noch gleich die Vernichtung der neugeborenen Vampire beschreibt. Zumindest kann ich mich nicht an ein unspektakuläres Zerschellen am Boden erinnern.
Doch trotz all diesen Makel, die der Film zweifellos besitzt, bereue ich doch nicht, meine 6 Euro für den Kinobesuch ausgegeben zu haben. Denn trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, war Ecplise unglaublich unterhaltsam. Alles eine Frage der Perspektive
So können Szenen, die dramatisch wirken sollen auf einmal sehr amüsant werden, wenn (nach meinem Gehör zumindest) Rosalie ihren Freund Emmet auf einmal “Ewan” nennt. Oder wenn solch schmachtende Blicke verschickt und nicht erwidert werden, dass man sich kaum halten kann vor Lachen.(“Spürst du das? Das ist Wärme, Bella. Und Leben!”)
Das heißt jetzt aber nicht, dass ich keinen Sinn für Romantik oder so hätte. Aber es gab wirklich schon schönere Liebesfilme, die zwar ebenso auf das gleiche hinauslaufen wie bei Twilight, aber nicht so plakativ und schnulzig sind. Naja, immerhin eine Szene gefiehl sogar mir gut. Und zwar als die Cullens auf der Lichtung üben zu kämpfen, und Jasper und Alice gegeneinander antreten. Das war wirklich süß.
Leider war das aber auch schon fast alles.